IQ-Tabelle und IQ-Skala: Was Ihr IQ-Wert bedeutet
Der durchschnittliche IQ liegt bei 100, und jeweils 15 Punkte entsprechen einer Standardabweichung. Zwei Drittel aller Menschen haben einen IQ zwischen 85 und 115, die Hälfte liegt zwischen 90 und 109, und ab 130 beginnen die obersten 2 %.
Verfasst von Michael Hodge · Gründer und Leiter der Testentwicklung
Bachelor of Science (Psychologie), University of Wollongong · LinkedIn
Aktualisiert am
Die IQ-Tabelle
IQ-Tabelle: alle IQ-Werte mit Einstufung und Prozentrang
Die IQ-Skala ist eine Normwertskala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15.1 Die Wechsler-Tests teilen sie in sieben Stufen, und so ist auch diese Tabelle aufgebaut. In deutschen Gutachten und Auswertungen ist daneben eine gröbere Einteilung üblich: Werte zwischen 85 und 115 gelten als durchschnittlich, Werte darüber als überdurchschnittlich, Werte darunter als unterdurchschnittlich, und ab 130 spricht man von weit überdurchschnittlich.2 Die Spalte „Übliche Einteilung“ zeigt, wo sich die beiden Systeme decken und wo nicht.
| IQ-Wert | Stufe (Wechsler) | Übliche Einteilung | Prozentrang | Anteil | Häufigkeit | Was das bedeutet |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 130 und mehr | Weit überdurchschnittlich | Weit überdurchschnittlich | 98 und höher | 2,2 % | 1 von 44 | Die übliche Grenze für Hochbegabung und für Mensa. So selten, dass ein psychologisches Gutachten den Wert immer mit einem Konfidenzintervall angibt. |
| 120 bis 129 | Überdurchschnittlich | Überdurchschnittlich | 91 bis 97 | 6,7 % | 1 von 11 erreicht 120 oder mehr | Deutlich über dem Durchschnitt. Häufig in anspruchsvollen akademischen und technischen Berufen, und viel häufiger als die Stufe darüber. |
| 110 bis 119 | Oberer Durchschnitt | Durchschnittlich bis 115, darüber überdurchschnittlich | 75 bis 90 | 16,1 % | 1 von 4 erreicht 110 oder mehr | Über der Mitte der Kurve, ohne ungewöhnlich zu sein. Hier liegt etwa jede sechste Person. |
| 90 bis 109 | Durchschnitt | Durchschnittlich | 25 bis 74 | 50 % | Die Hälfte aller Menschen | Die breite Mitte. Die Hälfte aller Menschen erreicht zwischen 90 und 109: Durchschnitt ist eine breite Straße, kein Punkt. |
| 80 bis 89 | Unterer Durchschnitt | Unterdurchschnittlich unter 85, ab 85 durchschnittlich | 9 bis 24 | 16,1 % | 1 von 6 | Unter der Mitte, aber im Normalbereich. Der Alltag verläuft in der Regel ohne Einschränkung; sehr abstrakte oder schnelle Aufgaben kosten mehr Mühe. |
| 70 bis 79 | Unterdurchschnittlich | Unterdurchschnittlich | 2 bis 8 | 6,7 % | 1 von 15 | Deutlich unter dem Durchschnitt. Ein solcher Wert braucht Kontext, und eine Fachperson, wenn er mit echten Schwierigkeiten im Alltag einhergeht. |
| 69 und weniger | Weit unterdurchschnittlich | Weit unterdurchschnittlich | unter 2 | 2,2 % | 1 von 44 | Eines von zwei Kriterien für die Diagnose einer intellektuellen Beeinträchtigung; das andere sind deutliche Schwierigkeiten mit den Anforderungen des Alltags. |
IQ-Bereiche sind Konventionen, keine Grenzlinien. 129 und 131 sind dieselbe Leistung mit unterschiedlichem Etikett, und deshalb gibt ein psychologisches Gutachten immer ein Konfidenzintervall um den Wert an.3 Die Spalte „Anteil“ folgt aus der Normalverteilung, auf der die Skala beruht, und ist deshalb symmetrisch: 2,2 % an jedem Ende, je 6,7 % in den beiden nächsten Stufen und 16,1 % auf jeder Seite der Mitte.
Zwei von drei Menschen liegen höchstens eine Standardabweichung von der Mitte entfernt, zwischen 85 und 115. Neunzehn von zwanzig liegen innerhalb von zwei, zwischen 70 und 130. Danach wird die Kurve so schnell flach, dass jeder weitere Punkt nur noch an einem immer kleineren Teil der Bevölkerung vorbeizieht. Das ist das Nützlichste, was man wissen kann, bevor man einen hohen Wert liest.
Der Durchschnitt
IQ-Durchschnitt: Welcher IQ ist normal?
Der durchschnittliche IQ liegt bei 100, und zwar per Definition: Jeder moderne Intelligenztest wird an einer Normstichprobe so eingestellt, dass deren Mittelwert 100 ergibt. Die deutsche Fassung der WAIS-IV für Jugendliche und Erwachsene von 16 bis 89 Jahren wurde 2012 an 1.650 Personen in Deutschland normiert, die deutsche WISC-V für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren 2016 an rund 1.100 Kindern und Jugendlichen.1,4
Ein normaler IQ liegt nach der in Deutschland üblichen Einteilung zwischen 85 und 115, also eine Standardabweichung um den Mittelwert. In diesem Bereich liegen rund 68 % aller Menschen; die Karg-Stiftung nennt ihn den Durchschnittsbereich.5 Die Wechsler-Tests ziehen die Stufe „Durchschnitt“ enger, von 90 bis 109, wo genau die Hälfte liegt. Ein IQ von 96 oder 104 beschreibt die Mitte der Bevölkerung, keine Stärke und keine Schwäche.
Ein Wert von 85 ist deshalb kein Urteil: Er entspricht Prozentrang 16 und reicht mit seinem Messfehler mitten in den Normalbereich. Umgekehrt liegt 115 (Prozentrang 84) zwar über der Mitte, ist aber eine gewöhnliche Zahl: Etwa jede sechste Person erreicht mindestens so viel.
Ist der IQ-Durchschnitt in jedem Alter gleich?
Ja. Klinische Tests vergleichen jede Person mit Gleichaltrigen, deshalb ist 100 in jedem Alter der Durchschnitt. Ein zehnjähriges Kind und eine vierzigjährige Frau mit demselben IQ liegen jeweils an derselben Stelle ihrer Altersgruppe. Was sich mit dem Alter ändert, ist die Rohleistung, und genau dafür gibt es Altersnormen. Eine Tabelle „IQ nach Alter“ mit steigenden oder fallenden Durchschnittswerten zeigt deshalb in der Regel Rohwerte eines bestimmten Tests, nicht den IQ selbst. Wie sich die Rohwerte mit dem Alter verändern, steht auf der Seite Average IQ by age (auf Englisch).
Deutschland, Österreich, Schweiz
Wie hoch ist der durchschnittliche IQ in Deutschland?
Auf einem in Deutschland normierten Test genau 100, denn so ist die Skala gebaut. Die Zahlen, die im Netz für Deutschland kursieren, messen etwas anderes, und sie stimmen nicht einmal miteinander überein.
Woher die Länderzahlen stammen
Die meisten Ranglisten gehen auf Schätzungen von Richard Lynn und Tatu Vanhanen zurück. In „IQ and the Wealth of Nations“ (2002) rechneten sie veröffentlichte Testergebnisse auf eine Skala um, auf der Großbritannien 100 ist, und kamen für Deutschland und Österreich auf 102, für die Schweiz auf 101.6 In der ersten Ausgabe gab es nur für 81 von 185 Ländern überhaupt eine Messung; die übrigen Werte wurden großteils aus Nachbarländern geschätzt, was die Methode früh in die Kritik brachte.7 Die Übersicht LänderDaten.info mittelt Lynns Studien mit anderen Quellen und nennt für Deutschland 103.8 Beides sind umgerechnete Schätzwerte aus sehr unterschiedlichen Studien, keine aktuelle Messung an einer repräsentativen Stichprobe.
Sinkt der IQ in Deutschland?
Im 20. Jahrhundert stiegen die gemessenen Werte weltweit um knapp drei Punkte pro Jahrzehnt, der sogenannte Flynn-Effekt; deshalb werden Tests regelmäßig neu normiert.9 Für das räumliche Vorstellungsvermögen fanden Pietschnig und Gittler in einer Metaanalyse deutschsprachiger Daten von 1977 bis 2014 eine Umkehr dieses Anstiegs.10 Das betrifft einen Teilbereich und heißt nicht, dass „die Deutschen dümmer werden“. Es heißt vor allem, dass alte Normen veralten und ein Wert immer zu der Norm gelesen werden muss, mit der er berechnet wurde.
Was unsere Daten zeigen
Für kein Land veröffentlichen wir einen durchschnittlichen IQ. Wir veröffentlichen einen Index: den Mittelwert der Teilnehmenden eines Landes im Vergleich zur britischen Stichprobe, die auf 100 gesetzt ist. Für Deutschland liegt er bei 100,5 (95-%-Intervall 99,9 bis 101,1), berechnet aus 1.745 ersten vollständigen Versuchen Erwachsener zwischen dem 20. Juli 2026 und dem 14. September 2026.11 Nur die 18- bis 24-Jährigen gerechnet, sind es 99,1 (927 Personen).
Drei Einschränkungen gehören zu dieser Zahl. Von den Teilnehmenden aus Deutschland, die ihr Alter angaben, waren 45,2 % unter 18; sie sind nicht enthalten. 47,9 % der Erwachsenen nutzten die russische Fassung des Tests, und wer die englische wählte, lag im Mittel 4,4 Punkte höher. Und wer online nach einem IQ-Test sucht, ist keine Stichprobe der Bevölkerung. Der Index sagt deshalb etwas über die Menschen, die diesen Test in Deutschland gemacht haben, nicht über „die Deutschen“.
Für Österreich und die Schweiz hatten wir im selben Zeitraum weniger als 300 erste Versuche Erwachsener; nach unseren eigenen Regeln veröffentlichen wir dafür keinen Wert. Alle Länder, die Methode und die Rohdaten stehen auf der Seite Average IQ by country (auf Englisch).
Wert für Wert
IQ-Werte und Prozentrang: jeder Wert von 55 bis 160
Der Prozentrang gibt an, wie viel Prozent der Vergleichsgruppe im selben Test gleich gut oder schlechter abgeschnitten haben.5 Berechnen lässt er sich einfach: IQ minus 100, geteilt durch 15, ergibt den z-Wert, und die Fläche der Normalverteilung links davon ist der Prozentrang.12 Die Spalte „Häufigkeit“ übersetzt dieselbe Zahl in Menschen.
| IQ | Prozentrang | Häufigkeit | Stufe |
|---|---|---|---|
| 55 | Prozentrang 0,1 | 1 von 741 erreicht weniger | Weit unterdurchschnittlich |
| 60 | Prozentrang 0,4 | 1 von 261 erreicht weniger | Weit unterdurchschnittlich |
| 65 | Prozentrang 1,0 | 1 von 102 erreicht weniger | Weit unterdurchschnittlich |
| 70 | Prozentrang 2 | 1 von 44 erreicht weniger | Unterdurchschnittlich |
| 75 | Prozentrang 5 | 1 von 21 erreicht weniger | Unterdurchschnittlich |
| 80 | Prozentrang 9 | 1 von 11 erreicht weniger | Unterer Durchschnitt |
| 85 | Prozentrang 16 | 1 von 6 erreicht weniger | Unterer Durchschnitt |
| 90 | Prozentrang 25 | 1 von 4 erreicht weniger | Durchschnitt |
| 95 | Prozentrang 37 | 1 von 3 erreicht weniger | Durchschnitt |
| 100 | Prozentrang 50 | 1 von 2 erreicht mehr | Durchschnitt |
| 105 | Prozentrang 63 | 1 von 3 erreicht mehr | Durchschnitt |
| 110 | Prozentrang 75 | 1 von 4 erreicht mehr | Oberer Durchschnitt |
| 115 | Prozentrang 84 | 1 von 6 erreicht mehr | Oberer Durchschnitt |
| 120 | Prozentrang 91 | 1 von 11 erreicht mehr | Überdurchschnittlich |
| 125 | Prozentrang 95 | 1 von 21 erreicht mehr | Überdurchschnittlich |
| 130 | Prozentrang 98 | 1 von 44 erreicht mehr | Weit überdurchschnittlich |
| 135 | Prozentrang 99,0 | 1 von 102 erreicht mehr | Weit überdurchschnittlich |
| 140 | Prozentrang 99,6 | 1 von 261 erreicht mehr | Weit überdurchschnittlich |
| 145 | Prozentrang 99,9 | 1 von 741 erreicht mehr | Weit überdurchschnittlich |
| 150 | Prozentrang 99,95 und höher | 1 von 2.330 erreicht mehr | Weit überdurchschnittlich |
| 155 | Prozentrang 99,95 und höher | 1 von 8.137 erreicht mehr | Weit überdurchschnittlich |
| 160 | Prozentrang 99,95 und höher | 1 von 31.560 erreicht mehr | Weit überdurchschnittlich |
Dieselben fünfzehn Punkte bedeuten je nach Ausgangspunkt sehr Unterschiedliches. Von 100 auf 115 zieht man an einem Drittel der Bevölkerung vorbei, von 130 auf 145 nur noch an 2 %, weil so weit oben kaum noch jemand ist. Und ein Unterschied von drei oder vier Punkten liegt überall auf der Skala innerhalb des Messfehlers einer einzelnen Testung.
Hohe Werte lesen
Ab welchem IQ ist man hochbegabt? Hoher IQ, IQ 130 und Mensa
Die Wörter, nach denen wir suchen, stehen nicht in der Tabelle. Hier ist die Übersetzung, Stufe für Stufe.
Was ist ein hoher IQ?
Eine feste Grenze für „hoch“ gibt es nicht. Nach der in Deutschland üblichen Einteilung ist jeder Wert über 115 überdurchschnittlich; das erreicht etwa jede sechste Person. In den Wechsler-Stufen beginnt „überdurchschnittlich“ erst bei 120, bei den obersten 9 %. Die ehrlichere Frage lautet: hoch wofür? Die meisten Berufe lassen sich über eine große Spanne der Skala gut ausüben, und Ausdauer, Schlaf und Erfahrung wiegen mindestens so viel wie fünfzehn Punkte.
IQ 130: Prozentrang 98
130 liegt zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert, bei Prozentrang 98: Etwa 1 von 44 Menschen erreicht diesen Wert oder mehr. Genau dort zieht Mensa in Deutschland die Grenze. Mitglied werden kann, wer in einem anerkannten Intelligenztest besser abschneidet als 98 % der Bevölkerung; bei den in Deutschland üblichen Intelligenztests entspricht das nach Angaben des Vereins einem Wert ab 130.13
Hochbegabung: 130 als Konvention, nicht als Diagnose
Weil eine hohe Intelligenz eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, gilt häufig ein IQ über 130 als formales Kriterium für Hochbegabung.14 Werte ab 130 kommen bei rund 2 % der Bevölkerung vor und werden, neben anderen Faktoren, mit einer Hochbegabung verbunden.15 Das Karg Fachportal Hochbegabung betont aber, dass ein starres Festhalten an einem Grenzwert im Alltag und in der Begabungsförderung nicht sinnvoll ist: Von einem Kind mit einem IQ von 125 würde man kaum andere Leistungen erwarten als von einem Kind mit 130, wenn sich die beiden sonst nicht unterscheiden.14 Feststellen lässt sich eine Hochbegabung nur mit einem normierten Test unter Aufsicht einer Psychologin oder eines Psychologen. Das kann kein Online-Test leisten, auch unserer nicht.
Mensa in Deutschland
Mensa in Deutschland e. V. hat nach eigenen Angaben mehr als 20.000 Mitglieder.13 Der vereinseigene Test ist ein Gruppentest von etwa zwei Stunden für Personen ab 14 Jahren, setzt sehr gute Deutschkenntnisse voraus und kostet 60 Euro. Er lässt sich höchstens zweimal wiederholen, jeweils frühestens nach zwölf Monaten, und statt des Tests kann auch ein psychologisches Gutachten eingereicht werden (Angaben geprüft am 26. September 2026).16 MyIQTested hat mit Mensa nichts zu tun, und kein Online-Test ersetzt eines von beidem.
IQ 140 und mehr
140 entspricht Prozentrang 99,6. Einen Wert von 145 oder mehr erreicht etwa 1 von 740 Menschen, 160 oder mehr, die Obergrenze fast aller Tests, etwa 1 von 31.600. Über 145 gehen den Tests die schweren Aufgaben und die Vergleichspersonen für die Normierung aus, sodass die Zahlen gerade dort unsicherer werden, wo die Behauptungen am kühnsten sind.
Niedrige Werte
Ein Wert unter 70, zwei Standardabweichungen unter dem Mittelwert, ist eines von zwei Kriterien für die Diagnose einer intellektuellen Beeinträchtigung. Das zweite sind deutliche Schwierigkeiten mit alltäglichen Fähigkeiten wie dem Umgang mit Geld, der Verständigung oder der Selbstversorgung, und nach dem DSM-5-TR richtet sich der Schweregrad nach diesen Fähigkeiten, nicht nach der Zahl.17 Etwa 2,2 % der Werte liegen unter 70, und nicht jeder Mensch dahinter erfüllt das zweite Kriterium. Ein Online-Test ist dafür nie eine Grundlage.
Andere Tests, andere Zahlen
IQ-Skalen im Vergleich: derselbe Prozentrang, eine andere Zahl
Jeder IQ ist 100 + z × die Standardabweichung des Tests. Die Wechsler-Tests und der Stanford-Binet 5 verwenden 15.18 Ältere Fassungen des Stanford-Binet verwendeten 16, der Cattell III B 24. Deshalb können 148 auf der Cattell-Skala und 130 in einem Wechsler-Gutachten denselben Rang bedeuten. Der Prozentrang ist die Information; die Zahl ist nur ein Dialekt.
| Bedeutung | z-Wert | Wechsler, SB5 (SD 15) | Stanford-Binet alt (SD 16) | Cattell III B (SD 24) | Prozentrang |
|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnitt | 0,00 | 100 | 100 | 100 | Prozentrang 50 |
| Eine SD über dem Mittelwert | 1,00 | 115 | 116 | 124 | Prozentrang 84 |
| Hoch | 1,33 | 120 | 121 | 132 | Prozentrang 91 |
| Obere 2 % (Mensa-Grenze) | 2,00 | 130 | 132 | 148 | Prozentrang 98 |
| Sehr selten | 2,67 | 140 | 143 | 164 | Prozentrang 99,6 |
| Drei SD über dem Mittelwert | 3,00 | 145 | 148 | 172 | Prozentrang 99,9 |
Werte wie 132, 148, 164 oder 172 stammen fast immer von Skalen mit SD 16 oder SD 24. Auf der üblichen Skala entsprechen sie 130, 130, 140 und 145. Wer eine solche Zahl auf einem älteren Nachweis findet, sollte sie umrechnen, bevor er sie mit dieser Seite vergleicht. Auch moderne Tests liefern nicht dieselbe Zahl: Alan Kaufman beschreibt einen Schüler, der im selben Jahr in drei gut normierten Tests 125, 110 und 105 erreichte.
Auch die Namen der Stufen wechseln. Die im Auftrag von Pearson entwickelte Auswertungssoftware zur deutschen WISC-V beschreibt einen Gesamt-IQ von 111 als „durchschnittliches“ und einen Indexwert von 130 als „weit überdurchschnittliches Ergebnis“, passend zur Einteilung mit den Grenzen 85, 115 und 130.19 Die US-Handbücher der WISC-V (2014) und der WAIS-5 (2024) sind zu neutralen Bezeichnungen wie „extrem hoch“ übergegangen.20 Die Bereiche blieben gleich, nur die Adjektive änderten sich. So heißen dieselben Bereiche in verschiedenen Berichten:
| IQ-Bereich | Auf dieser Seite (Wechsler-Stufen) | Übliche Einteilung in Deutschland | WISC-V und WAIS-5 (USA, übersetzt) |
|---|---|---|---|
| 130 und mehr | Weit überdurchschnittlich | weit überdurchschnittlich | extrem hoch |
| 120 bis 129 | Überdurchschnittlich | überdurchschnittlich | sehr hoch |
| 110 bis 119 | Oberer Durchschnitt | durchschnittlich bis 115, darüber überdurchschnittlich | hoher Durchschnitt |
| 90 bis 109 | Durchschnitt | durchschnittlich | Durchschnitt |
| 80 bis 89 | Unterer Durchschnitt | unterdurchschnittlich unter 85, ab 85 durchschnittlich | niedriger Durchschnitt |
| 70 bis 79 | Unterdurchschnittlich | unterdurchschnittlich | sehr niedrig |
| 69 und weniger | Weit unterdurchschnittlich | weit unterdurchschnittlich | extrem niedrig |
Derselbe Wert kann also zwei Namen tragen: 75 heißt in den Wechsler-Stufen „unterdurchschnittlich“, im neuen US-Handbuch „sehr niedrig“. Wenn Sie ein Gutachten lesen, achten Sie zuerst auf die Zahl und den Prozentrang, dann auf das Adjektiv.
Unsere Daten
Was 5,3 Millionen Tests über das Lesen der Skala zeigen
Zwischen dem 23. Juni und dem 2. September 2026 haben 2,6 Millionen Menschen unseren Test 5,3 Millionen Mal abgeschlossen. Das reicht, um zu sehen, wie Verhalten einen Wert verschiebt, und zwei Muster sind für jeden wichtig, der seine eigene Zahl liest. Die Grafik nutzt die 99.036 Tests aus den USA mit gemessener Bearbeitungszeit; dieselbe Form zeigte sich in jedem Land, das wir geprüft haben.
- 5,3 Mio.abgeschlossene Tests
- 2,6 Mio.Personen
- 8,3 Min.Median der Bearbeitungszeit (USA)
- 1 von 3hat den Test wiederholt
Wer hetzt, verliert rund dreißig Punkte
Wer in weniger als zwei Minuten fertig war, kam im Mittel auf 98. Bei fünf bis sechs Minuten waren es 122,5, bei zwanzig Minuten oder mehr 130. Der Anstieg ist steil, stetig und in allen Ländern gleich. Zeit ist keine Intelligenz, und unter den Schnellsten sind viele, die nur die Ergebnisseite sehen wollen. Wer aber etwas über sich erfahren möchte, findet die Punkte in den Minuten.
Wer am nächsten Tag wiederholt, verbessert sich in sechs von zehn Fällen
Jede dritte Person hat den ganzen Test ein zweites Mal gemacht. Kam der zweite Versuch innerhalb einer Stunde, war es meist ein erneutes Absenden, und der Wert änderte sich kaum. Kam er am nächsten Tag, lagen 59,5 % höher, im Mittel um 4,2 Punkte, nahe an der Viertel-Standardabweichung, die eine Metaanalyse von Wiederholungsstudien einer zweiten Testung zuschreibt.21 Die Skala hat sich nicht verändert, die Person hat geübt. Ein weiterer Grund, einen Wert als Bereich zu lesen.
| Abstand zwischen den Versuchen | Personen | Mittlere Veränderung | Höherer Wert |
|---|---|---|---|
| Unter einer Stunde | 551.670 | +2,3 Punkte | 37,7 % |
| 1 bis 24 Stunden | 199.121 | +4,2 Punkte | 59,5 % |
| 1 bis 7 Tage | 96.498 | +3,6 Punkte | 58,2 % |
| Eine Woche oder mehr | 47.286 | +2,3 Punkte | 54,0 % |
So sind diese Zahlen zu lesen
Die Tests sind freiwillig und unbeaufsichtigt. Der Test umfasst 33 Aufgaben, aufgebaut auf der öffentlichen ICAR-Aufgabenbank (International Cognitive Ability Resource), und hat eine Reliabilität von etwa 0,78.22 Er gibt Werte auf der Skala mit Mittelwert 100 und SD 15 aus, bezogen auf eine Online-Forschungsnorm und nicht auf eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe; seine Durchschnittswerte fallen deshalb höher aus, als ein klinischer Test bei denselben Menschen ergeben würde. Lesen Sie die Formen, nicht die Niveaus. Die Wiederholungsdaten nutzen die ersten beiden vollständigen Versuche jeder Person; die Zeitdaten schließen Tests unter 30 Sekunden und über einer Stunde aus. Die vollständige Methode steht auf der Methodenseite (auf Englisch).
Genauigkeit
Was eine einzelne Zahl sagen kann und was nicht
Jeder Wert in der Tabelle ist mit einem Fehler behaftet. Der Gesamt-IQ der WAIS-IV gehört zu den zuverlässigsten Maßen der Psychologie, mit einer internen Konsistenz von 0,97 bis 0,98 in allen dreizehn Altersgruppen,23 und für die deutsche WISC-V gibt der Verlag eine Reliabilität des Gesamt-IQ von 0,96 an.4 Trotzdem bleibt ein Standardmessfehler von etwa zweieinhalb Punkten und ein 95-%-Konfidenzintervall von rund fünf Punkten nach jeder Seite: Einen Wert von 120 stellt man sich besser als 115 bis 125 vor. Bei einem kurzen Online-Test ist der Bereich noch breiter, etwa zehn Punkte nach jeder Seite, und Online-Werte, auch unsere, fallen meist höher aus als in einem beaufsichtigten Test, weil ihre Normen aus Internet-Stichproben stammen und nicht aus der Bevölkerung.
Drei weitere Dinge stehen nicht in der Zahl. Erstens das Profil: Zwei Menschen mit demselben Gesamt-IQ können gegensätzliche Stärken in Sprachverständnis, logischem Denken, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit haben, und für fast jede praktische Frage zählt das Profil mehr als die Summe. Zweitens die Zeit: Die gemessene Leistung stieg im 20. Jahrhundert um knapp drei Punkte pro Jahrzehnt. Deshalb werden Tests neu normiert, und ein Wert von 1995 und einer von 2025 mit derselben Zahl beziehen sich auf verschiedene Vergleichsgruppen.9 Drittens der Tag: Schlaf, Nervosität, Krankheit, eine Zweitsprache oder ein lauter Raum verschieben einen Test stärker als der Abstand zwischen zwei benachbarten Stufen.
Nutzen Sie die Skala, um
- einen Wert im Vergleich zur Bevölkerung einzuordnen und seinen Prozentrang ehrlich zu lesen.
- Zahlen verschiedener Tests umzurechnen, bevor Sie sie vergleichen.
- zu prüfen, ob der Abstand zwischen zwei Werten größer ist als der Messfehler.
- zu entscheiden, ob sich eine psychologische Untersuchung lohnt.
Nutzen Sie sie nicht, um
- Menschen, auch sich selbst, nach Wert oder Potenzial einzustufen.
- aus einem Online-Ergebnis irgendetwas zu diagnostizieren.
- 129 und 131 wie zwei verschiedene Köpfe zu behandeln.
- Kreativität, Urteilskraft, Ausdauer oder Freundlichkeit zu messen: Die Skala misst nichts davon.
Fragen
Häufige Fragen zum IQ-Durchschnitt und zur IQ-Tabelle
Was ist der durchschnittliche IQ?
Der durchschnittliche IQ liegt bei 100, und zwar per Definition: Jeder moderne Test wird so normiert, dass der Mittelwert seiner Vergleichsgruppe 100 ergibt. Zwei Drittel aller Menschen liegen zwischen 85 und 115, die Hälfte zwischen 90 und 109.
Welcher IQ ist normal?
Als normal oder durchschnittlich gilt in Deutschland ein IQ zwischen 85 und 115, also eine Standardabweichung um den Mittelwert von 100. In diesem Bereich liegen rund 68 % der Menschen. Die Wechsler-Tests nennen den engeren Bereich von 90 bis 109 „Durchschnitt“; dort liegt die Hälfte.
Wie hoch ist der durchschnittliche IQ in Deutschland?
Auf einem in Deutschland normierten Test wie der deutschen WAIS-IV genau 100, denn der Test wird an einer deutschen Stichprobe so eingestellt. Länderlisten, die Deutschland 102 oder 103 zuschreiben, rechnen ältere Studien auf eine Skala um, auf der Großbritannien 100 ist, und messen nicht die heutige Bevölkerung. In unseren eigenen Daten liegt der Index für Deutschland bei 100,5 (britische Stichprobe = 100, 1.745 Erwachsene); das ist ein Vergleich von Testteilnehmenden, kein nationaler IQ.
Ab welchem IQ ist man hochbegabt?
Als Faustregel gilt ein IQ ab 130, also Prozentrang 98; das erreichen rund 2 % der Menschen. Eine starre Grenze ist das nicht: Ein Kind mit 125 unterscheidet sich im Alltag kaum von einem mit 130. Feststellen lässt sich eine Hochbegabung nur mit einem normierten Test unter Aufsicht einer Psychologin oder eines Psychologen, nicht online.
Was ist ein hoher IQ?
Nach der in Deutschland üblichen Einteilung ist jeder Wert über 115 überdurchschnittlich; das erreicht etwa jede sechste Person. Ab 120 gehört man zu den obersten 9 %, ab 130 zu den obersten 2 %, der Grenze von Mensa.
Ist der durchschnittliche IQ in jedem Alter gleich?
Ja. Klinische Tests vergleichen jede Person mit Gleichaltrigen, deshalb ist 100 in jedem Alter der Durchschnitt. Ein Kind und ein Erwachsener mit demselben IQ stehen an derselben Stelle ihrer Altersgruppe. Was sich mit dem Alter ändert, ist die Rohleistung, und genau dafür gibt es Altersnormen.
Warum zeigen zwei Tests für denselben Rang verschiedene Zahlen?
Weil sie verschiedene Standardabweichungen verwenden: 15 bei Wechsler und Stanford-Binet 5, 16 bei älteren Stanford-Binet-Fassungen und 24 beim Cattell. Prozentrang 98 ist deshalb je nach Test 130, 132 oder 148. Dazu kommt, dass jeder Test seine eigene Vergleichsgruppe und seinen eigenen Messfehler hat.
Quellen (23)
- Pearson Deutschland. WAIS-IV, deutsche Fassung von F. Petermann (2012): 16;0 bis 89;11 Jahre, Normierung für Deutschland N = 1.650
- Lenhard und Lenhard, Psychometrica. Normwertrechner: IQ-Skala mit Mittelwert 100 und SD 15, „ab 115 überdurchschnittlich, ab 85 unterdurchschnittlich“
- Pearson. WAIS-IV Technical and Interpretive Manual Update (Konfidenzintervalle)
- Pearson Deutschland. WISC-V, deutsche Bearbeitung von F. Petermann (2017): 6;0 bis 16;11 Jahre, Normen 2016 mit rund 1.100 Kindern und Jugendlichen, Reliabilität des Gesamt-IQ 0,96
- Karg-Stiftung, Karg Fachportal Hochbegabung. Was ist eigentlich der IQ? (Durchschnittsbereich 85 bis 115, Prozentrang)
- Lynn und Vanhanen (2002), IQ and the Wealth of Nations, Praeger; Ländertabelle zusammengefasst in der spanischsprachigen Wikipedia. CI y la riqueza de las naciones (Deutschland 102, Österreich 102, Schweiz 101, Großbritannien 100)
- Richardson, Heredity (2004). IQ and the Wealth of Nations (Rezension)
- LänderDaten.info. IQ: Intelligenz nach Ländern (Deutschland 103, aus mehreren Studien gemittelt)
- Pietschnig und Voracek, Perspectives on Psychological Science (2015). One century of global IQ gains: a formal meta-analysis of the Flynn effect
- Pietschnig und Gittler, Intelligence (2015). A reversal of the Flynn effect for spatial perception in German-speaking countries: evidence from a cross-temporal IRT-based meta-analysis (1977 bis 2014)
- MyIQTested. Average IQ by country: Datensatz und Methode (auf Englisch)
- University at Albany, Department of Psychology. Standard normal distribution table
- Mensa in Deutschland e. V.. Über Mensa und Mensa-Mitgliedschaft (Aufnahme ab Prozentrang 98, „einem Wert ab 130“; mehr als 20.000 Mitglieder)
- Deutsches Schulportal (Robert Bosch Stiftung). Begabtenförderung: Hochbegabung bei Kindern erkennen und fördern
- Karg-Stiftung, Karg Fachportal Hochbegabung. Glossar: Intelligenzquotient (IQ)
- Mensa in Deutschland e. V.. IQ-Test bei Mensa (Gebühr, Dauer, Mindestalter, Wiederholung)
- American Psychiatric Association. What is intellectual disability? (Kriterien des DSM-5-TR)
- Riverside / HMH. Stanford-Binet Intelligence Scales, Fifth Edition, Assessment Service Bulletin 3
- Psychometrica, Auswertungssoftware im Auftrag von Pearson Deutschland (2017). WISC-V: Beispiel eines Kurzreports („durchschnittliches“ und „weit überdurchschnittliches Ergebnis“)
- Wikipedia (englisch). IQ classification (Bezeichnungen in WAIS-IV, WISC-V, SB5 und die Einteilung von Terman, 1916)
- Scharfen, Peters und Holling, Intelligence (2018). Retest effects in cognitive ability tests: a meta-analysis
- Condon und Revelle, Intelligence (2014). The International Cognitive Ability Resource: development and initial validation of a public-domain measure
- Canivez, in The Eighteenth Mental Measurements Yearbook, Buros Institute (2010). Review of the Wechsler Adult Intelligence Scale, Fourth Edition
Finden Sie heraus, wo Ihr Wert auf dieser Skala liegt
Dreiunddreißig Aufgaben, etwa neun Minuten und dieselbe Skala mit Mittelwert 100 und SD 15 wie diese Tabelle. Kostenlos und ohne Anmeldung.
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